Nachdem ich, wie schon im letzten Blogeintrag geschrieben, am Samstag auf dieser Crazy Geburtstagsparty war und früh am Sonntagmorgen nach Hause gekommen bin, sollte es am Sonntag ruhiger zugehen. Aber da war doch noch was… denn für Sonntag war ein Ausflug in die Barrancas mit Nicole geplant. Die Barrancas sind ein 1137 Hektar großes Naturschutzgebiet in der Nähe von Guadalajara, 1520 m über dem Meeresspiegel und 700 Meter tief. Nach ca. 1 Stunde Autofahrt haben wir die Barrancas endlich gefunden. Ok, wäre wahrscheinlich auch schneller gegangen, wenn wir nicht wieder einen Mexicaner nach dem Weg gefragt hätten. Nach seiner Beschreibung hätten wir die komplette City in falscher Richtung einer Einbahnstraße durchkreuzt. Da ich aber noch nicht so mexicanisiert bin, dass ich mein Leben aufs Spiel setze um schnell ans Ziel zu kommen, haben wir beschlossen doch die richtige Straße zu nehmen, und somit einen kleinen Umweg gefahren. Im Auto hatten wir uns darauf geeinigt, dass wir 1. Nur einen kleinen Spaziergang machen und 2. Ganz langsam laufen, da wir beide durch die letzte Nacht noch ziemlich beeinträchtigt waren. Als wir die Barrancas erreicht haben, war es 15 Uhr und in Mexico wird es bekanntlich im Winter schon um 18:30 Uhr dunkel. Wir wollten zum Fluss laufen, der am Grund der Barrancas liegt… ich muss dazu sagen, zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was mich erwartet, sonst hätte ich diesen Wahnsinnstrip schon von vorneherein abgeblasen und wäre in den Zoo. Mit Rucksack und Getränken bewaffnet ging unsere Wanderung also um 15 Uhr los. Leute, ich kann euch sagen… in Deutschland, würden die hier ohne Bergsteigerausrüstung keinen rein lassen! Alle 100 Meter ein Kreuz, weil da einer abgestürzt oder an einem Herzinfarkt gestorben ist, dies haben wir zumindest angenommen. Ich war heilfroh, dass ich meine festen Turnschuhe angezogen und das komplette Zwiebeloutfit in der Tasche hatte. Über Stock und Stein (total schief gepflastert, dazwischen Geröll) und Abhänge mit einer Steigung von schätzungsweise 70-80 %. 1,5 Stunden bis zum Fluss, 16:30 Ankunft… 18:30 dunkel… 2 Stunden um wieder nach oben zu kommen. Ich gestehe hier ein, ich war schon kaputt, als ich unten war, aber dann die ganze Tour wieder zurück? Wir kamen oben an als die Sonne gerade unterging, super Timing, und super Ausblick, aber meine Muskeln haben fast aufgegeben, bin gerade noch zum Auto gekommen. An dieser Stelle: ICH BIN STOLZ AUF UNS! SEHR STOLZ! RESPEKT. Ein wenig Eigenlob muss auch mal sein. Die Natur war super super mega genial! So etwas Beeindruckendes habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Die Anstrengung hat sich gelohnt und "Was uns nicht umbringt, macht uns nur härter". Schaut euch die Bilder an, ich habe die S

chönsten ausgesucht.



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