Freitag, 4. Januar 2008

El regreso a la naturaleza o mis amigos el alacrán y el avispón

Silvester 2007 war ein Silvester der Spitzenklasse, hier war alles vertreten was Rang und Namen in der Tierwelt hat. Aber erst mal von Anfang an. Wir sind mit folgenden Informationen auf unseren Trip gestartet: Mila hat uns für 5 Tage ein Ferienhaus am Strand gebucht, wir gehen zu sechst und der Strand ist sehr einsam gelegen. Ok, dachte ich mir suupppeeerr, endlich mal ein Strand der nicht von Touristen überbevölkert ist, mit meinen Freunden schön Silvester feiern! Als wir nach 6,5 Stunden zwar seit über 2 Stunden Serpentinen Straßen durch die Berge gefahren waren und den Strand zu unserer Rechten sahen, aber immer noch nicht angekommen waren, wurde ich langsam unruhig. Als wir dann wieder mal um eine Kurve fuhren, sah ich an einem einsamen verlassenen Strand eine Holzhütte stehen und sagte (da ich mal wieder so ein Bauchgefühl hatte) zu meinem Schatz: „ Das ist sicher unser Ferienhaus“ und er nur: „So ein Quatsch, die Hütte bricht ja bald zusammen“. Tjaaaa, was soll ich sagen: ES WAR UNSER FERIENHAUS. Nachdem wir auch noch gemerkt haben, dass es nur zwei Doppelbetten gibt, obwohl wir doch eigentlich 6 Leute waren, war die Stimmung bereits auf dem absolutem Tiefpunkt. Aber zum Glück gibt es ja nichts, was mit Tequila nicht wieder repariert werden kann, deshalb waren wir am Ende des Abends, zwar alle gut betrunken, aber wenigstens mussten wir uns um die Betten nicht mehr streiten… Der nächste Morgen hat jedoch alles wieder zum Guten gewandt. Als wir den traumhaft schönen Strand sahen, der direkt vor unserer Tür lag, waren wir für alles wieder entschädigt, was uns der vorherige Tag angetan hatte. So waren wir 5 Tage nur am Strand gelegen, haben uns gesonnt und abends gabs lecker Fisch und Shrimps am Lagerfeuer gegrillt. Dieser Urlaub war absolut back to nature. Anders hatte Robinson Crusoe wahrscheinlich auch nicht gelebt. Die Hütte war komplett aus Holz, die Türen und Fenster gingen nicht zu, das Wasser war immer kalt, und Strom gab es über einen Generator, den wir mit Benzin betanken mussten. Meistens war der aber nach 2 Stunden leer und daher gab es jeden Abend Lagerfeuer und Kerzenscheinromantik. Also wirklich super schön. Wenn nur diese kleinen gefährlichen Tiere nicht gewesen wären, die uns abends um die Füße gekrochen sind. Eines Abends saß ich mit Mario draußen und wir haben noch geredet, als ungefähr 10 cm an meinem Fuß ein Skorpion vorbei gekrabbelt ist. Seit dieser Nacht konnte ich nicht mehr ruhig schlafen. Zu allem Überfluß hat mich fast jeden Morgen, wenn ich die Augen aufgemacht habe, ein anderer Käfer in meinem Bett angeschaut. Und am letzten Abend musste Mario auch noch die Bekanntschaft einer Hornisse machen, die sich seinen Arsch als Zielscheibe ausgesucht hatte. Wobei ich hier sagen muss, zum Glück war es nur eine Hornisse ! Wir waren alle sehr sehr beunruhigt, als Mario laut schreiend vom Stuhl hochhüpfte und als wir den Stich gesehen hatten, waren wir auch nicht beruhigter. Nach ewigem Suchen, was ihn denn da gestochen haben könnte, haben wir zum Glück die Hornisse gefunden. Danach konnten wir Rodrigos Eltern und unseren Vermieter wieder beruhige, denn alle dachten es war ein Skorpion gewesen. So ging unserer Abenteuerurlaub zu Ende… ach nein… am Tag der Heimreise haben wir noch an einem wunderschönen Strand (Surfers Paradise) Mittag gegessen und danach war mir schon ein ganz kleines bißchen schlecht. Aber was mich (und auch alle anderen außer Mario) am nächsten Tag erwartete war ich möchte es hier nur ganz kurz sagen… ziemlich scheiße! Aber nachdem ich 2 Tage mit Eimer auf Klo verbracht und die Reiseapotheke von Siemens einmal durchprobiert hatte ging es mir wieder besser. Und… hier sei nochmal gesagt: WAS UNS NICHT TÖTET MACHT UNS NUR HÄRTER.

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