Donnerstag, 27. Dezember 2007

Navidad con una grande familia mexicana en Ocotlan

2007 war für mich das Weihnachten, dass ich ohne meine Familie verbracht habe. Dementsprechend war meine Weihnachtsstimmung natürlich bei Null und am liebsten hätte ich das Fest dieses Jahr komplett ausfallen lassen. Aber… dann kam Mila und hat mich und Mario zur Familie von ihrem Freund eingeladen. Da dachte ich mir, typisch mexikanisches Weihnachtsfest mit einer mexikanischen Großfamilie ? Hat was :-).
Das die Familie aber so groß ist, wie Sie mir präsentiert wurde, habe ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Als wir endlich, nach einer 1 stündigen Autofahrt in Ocotlan angekommen sind, war die Party schon im Gange. Nur mal kurz meine ersten Eindrück:
- Ca. 40 Leute überall im Haus verteilt
-Eine riesige Tränke mit allem was man sich vorstellen kann
-Überall im Haus Essen verteilt
-Und… überall im Haus Aschenbecher verteilt (hier wurde sogar der unschuldige Nikolaus als Aschenbecherhalter benutzt)
Nachdem alle umarmt, begrüßt und vorgestellt wurden, wobei ich die Hälfte der Namen nach 2 Sekunden schon wieder vergessen hatte konnte es losgehen.
Erst haben wir einen Familienfilm geschaut, den die Mutter für alle ihre Kinder und Enkel gemacht hat. Das war so süß ! Sie hat darin ihre Familiengeschichte erzählt, von Ihrem Leben früher, Ihrem Mann, Ihren Kindern und Ihren Enkeln. Das war echt eine super Idee gewesen und ich werde das auf jeden Fall meiner Oma auch vorschlagen.
Um zwölf Uhr haben wir ein tolles Feuerwerk gemacht und danach gab es die Geschenke. Um zwei Uhr nachts war dann nochmal Essen angesagt und danach sind wir todmüde ins Bettchen gefallen.
Resümee: Weihnachten in Mexico war ein tolles Erlebnis, die Familie war einfach nur spitze, und Weihnachten wie Silvester zu zelebrieren hat riesen Spaß gemacht !

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Una viaje al aeropuerto con atascamientos

26Am 23.12. kam langersehnt endlich mein Freund am Flughafen von Gua an. Es könnt alles so einfach sein, is es aber nicht…!
Denn auf dem Weg zum Flughafen, ich mich gefreut wie ein Schneekönig, hab ich mir doch gleich mal einen Platten gefahren. Und wenn man da so alleine auf weiter Flur in dem schönen Mexico steht, kann es einem ganz schön Angst und Bange werden. Aber zum Glück kamen Mila und Rodrigo, haben erste Hilfe geleistet und versucht den Reifen zu wechseln. Als dann auch noch Manuel und Corry kamen war die Großfamilie perfekt, dass einzige was gefehlt hat, war der Schraubenschlüssel fürs Rad, denn ohne den war wechseln wohl leider nicht möglich. Nach langer Diskussion, ob dass Auto einfach an der Straße stehen gelassen wird oder nicht, konnten Sie mich dann überreden, meinen kleinen süßen Panzer stehen zu lassen. (Die Versicherung bezahlt ja, wenn das Auto weg ist *g*). Endlich am Flughafen angekommen, hatte ich schon einen halben Herzinfarkt, wegen dem Auto, kam gleich der zweite hinterher… Denn meine lieben Freunde haben sich einen riesen Spaß daraus gemacht bei jedem Mann, der aus dem Terminal kam, zu rufen: DER MARIO ! Zum Glück kam er ziemlich früh raus und somit hatte das Warten auch ein Ende. Somit konnten wir dann 2 Stunden später, nachdem wir den Schraubenschlüssel bei uns im Haus geholt haben, den Reifen wechseln und waren dann um 2 Uhr nachts endlich daheim. An diesem Punkt möchte ich nur mal kurz anmerken: WAS HAT EIN SCHRAUBENSCHLÜSSEL FÜRS AUTO IM HAUS ZU SUCHEN???

Montag, 17. Dezember 2007

Una guia en el centro de Guadalajara

Am Samstag 15.12. war unsere langersehnte Stadtführung mit unserem Maestro angesagt.
Natürlich waren wir dann am Freitag brav daheim und haben die Füße hochgelegt, um am Samstag absolut fit am Start zu sein. Okay, Samstag früh gings los und bis wir erstmal das Parkhaus gefunden haben, wars dann doch 1,5 Stunde später. Nachdem wir ca. 1 Stunde durch die Stadt gekurvt sind (HÖLLE HÖLLE HÖLLE) haben wir entdeckt, dass wir ja total falsch sind und viel weiter hätten fahren müssen. (Marcus sei Dank, denn ich war mit dem Stadtplan leicht überfordert). Wir kamen also viel zu spät an unserem vereinbarten Treffpunkt an, an dem unser Maestro und seine Freundin immernoch gewartet haben. Zum Glück hatten wir davor schon eine SMS geschickt, dass wir später kommen, da unser Vermieter nochmal da war blablabla :-). Endlich konnten wir uns der Kultur und den Künsten widmen, auch wenn manche Leute anderes behaupten. Wir haben uns immerhin die Kathedrale und den Regierungspalast angeschaut und etwas über die Geschichte Guadalajaras erfahren. 1810 wurde in dieser schönen Stadt die Unabhängigkeitserklärung zur Abschaffung der Sklaverei von dem berühmten Kämpfer Miguel Hidalgo ausgesprochen, 1811 jedoch hat er die Schlacht gegen die Spanier verloren. Im Regierungsgebäude sind fast alle Wände mit Bildern bemalt, die Hidalgo zeigen. Übrigens richtig gute Bilder, eines sehr berühmten Mexikanischen Malers, jedoch ist mir der Name entfallen… Genug der Kultur und endlich rauf auf den Touri-Bus. Dort haben wir es uns mit einem kühlen Bier auf dem Sonnendeck bequem gemacht, und sind gen Tlaquepaque gedüst. Dort sind wir einmal durch die sehr schöne Handwerkerstadt gebummelt, bevor wir aufgrund unseres knurrenden Magens zum Essen gehen mussten. In dem Restaurant sind Mariachi aufgetreten, diesmal jedoch ein absolutes Highlight, denn die Mariachis waren Frauen. Das Essen war super lecker und mein Pollo en mole (Das ist Hühnchen mit einer Schokoladen-Sesamsoße) war mega picante. Um meinen Geschmackssinn zu retten, habe ich mir erst mal einen leckeren Cocktail genehmigt :-). Mit dem Touri-Bus sind wir dann auch wieder nach GDL zurück und haben uns zu guter Letzt noch einen Plaza angeschaut, bei dem die schönste Kirche in GDL steht. Danach waren wir alle so kaputt, dass wir die Segel streichen mussten und um 21 Uhr wohlbehalten in unserem Häuschen angekommen sind.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

La Posada 2007 / Una fiesta de Navidad en Guadalajara

DIES WAR DIE BESTE WEIHNACHTSFEIER, DIE ICH BISHER HATTE !!
Mein Rezept für eine super Weihnachtsparty lautet:
- Man mietet ein riesiges Anwesen
- In dem Anwesen sollte sich ein Saal, ein Park mit See, ein Brunnen und nicht zu vergessen eine Chill Out Lounge befinden
- Man bietet ein 3 gängiges exklusives Menü an
- Man serviert alle Getränke for free, vorallem Tequila
- Man mietet eine Gruppe, die eine super Show abliefert… Salsa, New York Sinatra, Banda und Party Mucke ohne Ende
- Man gibt ab 1 Uhr arbeitsfrei und startet die Fiesta um 2, damit auch viel Zeit zum Feiern bleibt
- Man erklärt den nächsten Tag zum Feiertag
- Man läd die kompletten Büroangestellten ein (ca. 400 Mann und Frau)
- Zum Abschluss veranstaltet man ein Feuerwerk
So viel in Kurzform. Jetzt etwas genauer, damit auch bei der nächsten Weihnachtsfeier in Deutschland nichts schief geht!
Ab zwei Uhr gings los mit einem tollen Essen, als Hauptgang gab es Rinderfiletsteak mit Kartoffelbrei und einer super leckeren Soße. Sofort danach ging die Show los (mit New York, New York) und fast alle waren auf der Tanzfläche. Das war für mich anfangs echt seltsam, da in Deutschland selten jemand tanzt und das dann nicht sofort nach dem Essen. Aber wir haben uns wacker geschlagen und entwickeln und zu echten Tanztierchen :-). Auf der Tanzfläche sind wir dann auch den ganzen Tag geblieben. Ausnahmen waren: Flüssigkeitshaushalt ausgleichen, Fotos machen, verschnaufen und Essen. Zum krönenden Abschluss um neun Uhr gab es ein Feuerwerk am See, dass war echt super precioso ! Dann stand natürlich die Frage im Raum „Was machen wir denn nun mit dem angebrochenen Abend ?“ Und Marcus hatte gleich mal die super Idee „Wir machen ne Party bei uns im Haus“. Also gut, alle Leute ins Auto gepackt, auf dem Weg noch ein paar Erfrischungsgetränke (natürlich nur zum Mixen)und Eiswürfel kaufen und dann gings los. Am Anfang waren 15 Leute eingeladen, die waren jedoch so begeistert von der Party, dass Sie gleich mal noch andere und die anderen wieder andere angerufen haben. Am Ende waren wir glaube ich 40 Leute, und die haben ordentlich unsere Hausbar geplündert. Ich muss sagen, die Party nach der Party hatte es ganz schön in sich und der ganze Tag war absolut fantastico !!!

Montag, 10. Dezember 2007

Un fin de semana muy tradicional y divertido

Nach einer Woche Völlerei und unzähligen Restaurantbesuchen stand das Wochenende vor der Tür. Am Samstag war unsere große Fahrt mit dem Tequila Express geplant, daher ist der Freitag eher ruhig verlaufen. Ich war im Kino mit einer Freundin und wir haben uns den Film „Die schwarze Dahlie“ angeschaut. Und man glaubt es kaum, auch im normalen Kino ist viel mehr Platz als bei uns, und da vor uns keiner gesessen hat konnten wir die Füße bequem über die Vordersitze legen. Nach einem Nutella Crepe und einem „Mango-Smoothie“ mit Chiligeschmack (jaaaaa, hört sich komisch an, und schmeckt auch so), ging es um 10 Uhr wieder nach Hause. Und da sagt jemand, wir würden hier nur feiern J. Und am Samstag morgen gings los… wir kamen per Taxi (na klar, wer fährt schon an so einem Tag) am Bahnhof an, wurden in Gruppen aufgeteilt und unzählige Leute hatten sich schon dort eingefunden. Die Party war schon im Gange, denn am Bahnhof war eine Gruppe aus Queretaro, die anscheinend schon alle im Zug nach Guadalajara ordentlich gebechert hatten. Dann kamen die Mariachi und haben lautstark ihre Musik preisgegeben. Danach gings durch den Sicherheitscheck und es wurde (ähnlich wie am Flughafen) geprüft ob nicht jemand auf diese lustige Fahrt ein paar Bomben oder Sprengköpfe eingepackt hat. Im Zug gab es, nach einer kleinen Vorstellungsrunde, der unzähligen Kellner, Animateure und Getraenke, um halb zwölf den ersten Tequila Mix. Dazu muss ich erwähnen, dass es 4 verschiedene Mixgetränke gab, die natürlich auf einer Fahrt von 2 Stunden alle getestet werden mussten. Und dann noch ein zweites Mal die Runde, da man nach 4 ja schon wieder nicht mehr gewusst hat, wie das erste geschmeckt hat J. Dementsprechend hatten wir um 13 Uhr als wir angekommen sind alle schon den ersten Rausch hinter uns. Anschließend gabs dann eine Produktionsführung und ich habe endlich gelernt wie dieses schmackhafte Getränk hergestellt wird. Auf dem Weg durch die Anlage gab es an jeder Wegkreuzung einen Tequilastand, an dem (natürlich kostenlos) diese leckeren Mixgetränke angeboten wurden. Da wir ja nicht unhöflich sind, konnten wir das natürlich nicht ablehnen. Nach der Führung gab es ein super leckeres typisch mexikanisches Buffet, an dem es alles gab, was die mexikanische Küche zu bieten hat. Unter anderem eine rote Soße (die sah ganz harmlos aus, wie Tomatensoße), die ich mir dann gutem Wissens nach über alle Speisen auf meinem Teller geschüttet habe. Hui! Das war ein Spaß, nach den Mengen an Tequila, einen Teller voll Chilioße zu essenJ. Ja, falls jemand fragt, ich hab es überlebt! Nach dem Essen sind Mariachi aufgetreten und es gab eine Tanzshow und eine Lassoshow und natürlich… Tequila! Leider neigt sich jeder Tag dem Ende zu und abends gings dann im Partyzug wieder heim. Partyzug: Wir haben 2 Stunden auf der Heimfahrt im Zug gesungen und getanzt, während der Zug gen Guadalajara gefahren ist. Danach… nein da gings nicht heim… erstmal mussten wir nochmal in die Stadt und uns die Weihnachtslichter anschauen und danach noch kurz eine Bar aufsuchen. Aber dann… endlich… fuhr das Taxi gen Heimat. Ich sag hier nur eines: Die umgerechnet 60 Euro für den Tag haben sich 1000 mal gelohnt !

Freitag, 7. Dezember 2007

Una semana con demasiado hambre y sed

Diese Woche waren wir, wenn ich so darueber nachdenke, nur mit Essen und Trinken beschaeftigt.
Am Dienstag war unter Anderem Kerstins Abschiedsessen, denn ihr Infojahr ist schon vorbei und nun musste Sie wieder zurueck ins kalte Deutschland.
Wir waren in einem super schoenen Restaurant in der Stadt unterwegs, dass sich Santa Coyote nennt. In dem Restaurant waren ganz viele Palmen, ein See, ein Springbrunnen mit Mayafiguren und ueberall waren die Waende geschmueckt. Habe hier mal ein paar Bilder angehaengt, damit ihr auch ein bischen was davon habt *hihi*. Das Essen war spitze, es hat angefangen mit einer Steinschuessel voll mit frisch gemachter Salsa (die direkt am Tisch zubereitet wurde) und lecker Tacos dazu. Danach kam der Hauptgang… ich hatte mir „Camarones de Coco“ bestellt und was da auf mich zukam, konnte ich fast nicht glauben. Die Garnelen (6 Stueck) waren ungefaehr 15-20 cm gross und lecker in Cocospanade frittiert, dazu gab es Kartoffelbrei und eine selbtgemachte Remoulade und das alles fuer umgerechnet 11 Euro. Bis zu diesem Tag wusste ich auch nicht, dass man von ein paar Garnelen pappesatt wir, aber mein Magen war danach fast bis zur Explosion gefuellt :-). Nach dem Lokal gings dann nochmal in eine Vinothek, die sehr exclusiv mit schwarzen Ledersesseln ausgestattet war, und in der man sich seinen Wein anschauen kann, bevor man ihn trinkt. Denn mitten in der Vinothek waren hinter Scheiben die Weine gelagert (natuerlich konnte man in dieses Zimmer auch rein), und die Kellner waren sehr hoeflich und haben uns vorzueglich bedient (naja wir sind ja nichts anderes gewoehnt). Nachdem aber die Haelfte unserer Gruppe wegen dem vielen Essen und dem guten Wein fast eingeschlafen waere, haben wir abgebrochen und Kerstin noch einmal gedrueckt, bevor es fuer Sie dann geheissen hat: Adios Mexico, un pais muy muy bonito !

Montag, 3. Dezember 2007

El cuarto fin de semana o la fiesta de inauguracion en nuestra casa nueva

Da diese Woche so einiges passiert ist, neues Auto, endlich ein Telefon musste das am Wochenende natuerlich alles ausgiebig gefeiert werden. Am Freitag war es noch relativ ruhig, waren nur mal wieder im Kino, diesmal war der Film noch schlechter als beim letzten Mal. Wir haben uns „La Titera“ angeschaut, und das war ein Horrorschocker, der es vom Anfang bis zum Ende in sich hatte. Ich konnte die halbe Nacht nicht schlafen, weil ich schon Monster und Geister in unserem Haus vermutet habe, und dann kam der lange Samstag :-). Am Samstag war offiziell die Party unserer Hauseinweihung und Kerstins Abschiedsparty (in unserem Haus). Also gings Samstag frueh los, Bude auf Vordermann bringen, einkaufen und vorbereiten. Um sieben waren wir fertig und auf acht Uhr waren die Gaeste geladen. Aber… wo waren um acht Uhr nur unsere Gaeste ? Auf jeden Fall noch nicht bei uns im Haus (ausser die deutschen und oesterreichischen cGaeste, dass muss ich hier lobend erwaehnen). Naja, als es dann halb zehn war, und mich Kerstin, die ja nun schon laenger in Mexico lebt, beruhigt hatte, kamen doch so nach und nach die ersten Besucher. Und dann gings los. Im halbstuendigen Takt kamen nun so langsam alle und um elf war der Hoehepunkt in der Besucheranzahl erreicht (geschaetzte 25-30 Leute). Dass Multikulti-Event konnte also starten, naja gut, fuer uns war der Startschuss bereits um acht gewesen, aber was solls. Wir hatten Unmengen an Tequila gekauft, Gluehwein gekocht (ja, das gehoert zu einer deutschen Party dazu) und uns Strohrum mitbringen lassen. Dieser ist einigen, von denen ich hier keine Namen nennen will, zum Verhaengnis geworden. Tja, was soll ich sagen, die Mexicanos und Mexicanas waren super drauf, die Deutschen und Oesterreicher auch, es wurde viel geredet, gelacht, getanzt und getrunken. Und morgens um *zensiert*, war die Party zu Ende. Am Sonntag war total relaxen angesagt, ausser Beine hoch, in der Schlafstellung verharren und den Organismus auspaeppeln, ging gar nichts.Dieser war der erste Streich und weitere werden folgen sogleich :-).