Dienstag, 15. Januar 2008

Una fiesta de cumpleanos muy loca

Nachdem wir eine Einladung zu einer Geburtstagsparty einer Arbeitskollegin (Michelle) bekommen haben, die wir beide nur sehr oberflächlich kannten, waren wir erstmal ziemlich verwirrt. Aber nachdem wir bemerkt haben, dass unter Anderem noch weitere 50 Leute eingeladen waren, haben wir uns gedacht: Okay... let´s rule the Party.
Michelle hatte mir netterweise auch gleich noch mitgeteilt, dass die Zeit, die in der Einladung steht (21 Uhr) doch für die Mexicanos gilt, da die sowieso immer 1 Stunde zu spät kommen. Nach „deutscher Zeit“ sollte die Party um 22 Uhr starten. Super Info, für uns Deutsche in Mexico lebensnotwendig! En riesiges Lob an dieser Stelle! Aber, dass Thema mit dem Orientierungssinn klappt hier…ähm…wie soll ich sagen… GAR NICHT. Sie hat mir einen Stadtplan ausgedruckt und den Salsa Club eingezeichnet…toll dachte ich, da gibt’s wenigstens mal keine Probleme den Weg zu finden. Nachdem wir eine halbe Stunde sämtliche Straßen abgegrast hatten, sind wir aus dem Auto ausgestiegen, um zu Fuß zu suchen. Der Club war 2 Straßen weiter in der anderen Richtung…mehr brauche ich wohl nicht zu sagen. Als wir bei dem Club ankamen, war es dann schon fast 23 Uhr und wir dachten, die Party ist schon im vollen Gange. Aber nein, acht Leute an einem Tisch, von 50 geladenen Gästen, von denen nach meiner Schätzung 40 zugesagt haben. Wir haben dann halt schon mal Tequila bestellt um danach auf die Tanzfläche zu hüpfen. Um halb eins kam dann Edgardo (ein sehr guter Freund von Michelle) und hat gleich mal 15 Studienkollegen/ Kolleginnen mitgebracht, die aber… man staune… alle Michelle nicht kannten :-). Als die da waren ging die Party richtig los und der Tequila hat in Strömen den Besitzer gewechselt. Nachdem diese Bar, wie sollte es in einer 7 Mio Einwohnerstadt auch anders sein, um 3 Uhr geschlossen hat, wir aber alle nun mal noch feier wollten, kam ein Kollege auf die blendende Idee jetzt in einen anderen Club zu fahren. Jetzt bedeutet in Mexico jedoch keinesfalls jetzt sondern eher in einer halben Stunde. Ok, heißt soviel wie, alle sehen vor dem Club, der gerade geschlossen hat, und labern.
Dann wollten wir doch mal zum anderen Club fahren, der angeblich gleich um die Ecke war, doch mit dem Orientierungssinn der Mexicanos hat es mal wieder nicht hingehauen. Nach ca. 5x Stop, Nachfrage bei verschiedenen Personen, wo sich die tolle Location befindet, waren wir eine halbe Stunde später vor dem Club (der sich tatsächlich fast direkt neben dem anderen befunden hat). Leider war der auch schon geschlossen :-). In einer Piano Bar, die extra wegen uns noch ne halbe Stunde länger offen gelassen hat, haben wir noch eine weitere Lektion in mexikanischer Lebensweise bekommen.
Ein Mädel, dass völlig orientierungslos im Club umher geschwankt ist, weil Sie ihre Freundin nicht mehr gefunden hat, die Sie mit heimnehmen wollte. Eine Freundin, die fast bewusstlos schlafend im Auto gelegen hat weil Sie so voll war. Wir haben die Freundin im Auto geweckt und die Andere setzt sich dazu und Ihr glaubt es nicht… die fahren los! Rotzbesoffen!
Danach haben wir uns gedacht… ok, reicht für heut… nur noch schnell was Essen und dann geht’s heim. Wir sitzen da, essen genüsslich unsere Tacos und auf einem voll der Krach. Hat sich ein Auto auf der Strasse gedreht und ist voll in ein anderes Auto gerast, weil er die rote Ampel und das Auto an der Ampel nicht gesehen hat. Meine Lektion die ich an diesem Tag gelernt habe:
-Don´t drink and drive
- Vertrau keinem Mexicano, der Dir einen Weg erklären will

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