Freitag, 11. April 2008

Tapalpa – un pueblo magico

Nun hab ich ja zum Glück noch Urlaub und kann endlich mal die fehlenden Blogeinträge nachtragen. Nochmal vielmals Entschuldigung an alle, ich wurde ja des Öfteren sehr freundlich darauf hingewiesen, dass ich ja wohl schon an der Schreibfaulheit erkrankt wäre, aber hier der Beweis, dass ich völlig gesund bin ;).Am letzten Wochenende im Februar hat mich mein Schatz damit überrascht, dass wir nach Tapalpa fahren um mit seinen Freunden einen Geburtstag zu feiern. Naja, wie konnte ich anders, dann habe ich halt spontan entschieden, dass ich mitgehe und mich der Herausforderung stelle, allein mit 15 Mexicanern ein Wochenende zu verbringen. Tapalpa ist ein Bergdorf ca. 1,5 Stunden entfernt von Guadalajara, auf 2200 Metern Höhe und wird als magisches Dorf bezeichnet. Gabi, eine Freundin hat dort ein Haus und Freitag abends gings dann los nach Tapalpa. Bloß, dass wir im Laufe des Freitags erfahren haben, dass „plötzlich“ am Freitag niemand Zeit hätte, schon nach Tapalpa zu fahren, und alle erst am Samstag kommen. Na gut, da hatten wir wenigstens unsere Ruhe und konnten den Abend alleine in dem Haus von Gabi genießen :). Abends waren wir nochmal auf dem Dorfplatz, haben uns das Flair dieses Bergdorfes hingegeben und den Mariachis gelauscht. Am Samstag kamen dann Mittag die ersten an und wir sind zu dem Wasserfall aufgebrochen. Der Wasserfall liegt in einem Gebirgszug, und wir mussten erst mal wieder unsere Kletterkünste unter Beweis stellen, um dieses unvergessliche Erlebnis zu haben. Am Wegrand waren überall Schilder: „Das Wandern in diese Schlucht ist lebensgefährlich, Gott wird Sie beschützen“, jaja, weil der da ja irgendwas machen kann ;). Typisch Mexico, stellen wir mal Schilder auf, dann haben wir uns aus der Verantwortung gezogen, wenn jemand auf dem Weg stirbt. Aber gut, wie ihr sehen könnt hab ich es überlebt und der Wasserfall war total beeindruckend, 102 Meter hoch und unbeschreiblich schön. Nach dem Aufstieg erst mal ein Bierchen getrunken und dann ins Haus, um den Geburtstag von Marcos zu feiern. War ne lustige Fiesta, wir haben gekickert und ich wurde des Öfteren von einem total verdutzten Mexicaner gefragt, ob es in Deutschland Schulen für Tischfußball gibt :). Tja, was man einmal gelernt hat, vergisst man nie. Somit wurde ich als „offizielle Spielerin“ von Bayern München getitelt und danach musste der Sieg natürlich gebührend gefeiert werden. Nach einer langen Nacht mussten wir am Sonntag erst mal ausschlafen und danach sind wir zu den „Piedrotas o Valle de Enigmas“ gefahren. Dies ist ein riesiges Areal, auf dem riesige Steine zu sehen sind, auf die man klettern kann. Laut Aussage der Bevölkerung in Tapalpa sind die Steine plötzlich über Nacht erschienen und wurden von Aliens dort hingebracht… Naja, wenn man es glauben will. Haben uns dort den ganzen Nachmittag rumgedrückt, Musik gehört und uns gesonnt. Danach sind wir an die „Presa de Tapalpa“ gefahren, dass ist ein riesiger Stausee und dort kann man den Sonnenuntergang genießen. Wunderschön, wie sich die untergehende Sonne im See spiegelt und es langsam dunkel wird. Danach sind wir wieder gen Guadalajara aufgebrochen, wo wir nachts um 11 dann endlich todmüde angekommen sind. War ein super Wochenende, wie immer bin ich ohne jegliche Vorurteile von alles aufgenommen worden, die Sprachschwierigkeiten werden immer weniger und ich habe eine ganze Meute an neuen Freunden dazugewonnen.

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